Janina Sachau



Janina Sachau wurde am 17. März 1976 in Dortmund geboren, was sie in die mißliche Lage versetzte (und noch immer versetzt), zwei Jahre älter als ihr Bruder Jan zu sein, sie aber nicht davon abhielt, den Dortmunder Kindergarten, die Dortmunder Grundschule und die (Dortmunder?) Gesamtschule Gartenstadt zu besuchen. Falls sie ein Auto hatte, so stand "Abi 95" auf dessen Heckscheibe oder gar nichts. Auf ihrer Immatrikulationsbescheinigung stand "Philosophie und Kunstgeschichte - Diese Immatrikulationsbescheinigung unterliegt dem Urheberrecht der Universität Bochum und darf nicht kopiert oder bunt angemalt werden!"

Doch alles der Reihe nach:
Als Janina nichtsahnend die Grundschulbank drückt, besucht ein Freund der Familie ihre Eltern und zusammen schmieden sie einen heimtückischen Plan. Janina wird - zuhause angekommen - gekidnapped und in einem Zwinger gezwungen dem Hörspiel "Tremonia Geisterbahn" ihre Kinderstimme zu leihen. Auch heute hat sie das daraus resultierende Trauma noch nicht überwunden und hörspielt vor allem für den WDR. An ihrem neunten Lebensjahr bekommt Janina drei Porsche, zwei Schachteln Zigaretten und eine Insel geschenkt. Sie freut sich darüber derart, daß sie im Straßenverkehr unachtsam ist und von einem Klavier angefahren wird. Sie nimmt sofort Klavierstunden, singt mit dem Kinderliedermacher Klaus W. Hoffmann und spielt - über zehn Jahre später - Akkordeon.

Der Reihe nach!
Fünf Jahre später - mit 14 - wird sie Mitglied beim Kinder- und Jugendtheater in - Genau! - Dortmund, wo sie fünf Jahre schändlichst ausgenutzt wird und etwas spielen muß, das "Rollen" genannt wird. Sie beruftwünscht sich, Schauspielerin zu werden.

Zurück nach Bochum.
Nach nur einem Jahr - es ist nunmehr 1996 - hat Janina ihren Doktor in Philosophie und Kunstgeschichte, sie wird an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst nach Frankfurt am Main verbannt, bekommt 1997 von Dagmar Knöpfel unter der Bedingung, im gesamten Film nur durchsichtige Kleider zu tragen, die Rolle der Auguste Bußmann in REQUIEM FÜR EINE ROMANTISCHE FRAU angeboten und sagt zu. 1999 bekommt sie dafür den Max Ophüls Preis (Beste Nachwuchsdarstellerin), deprimiert geht sie zurück nach Frankfurt, bereitet sich auf ihre Prüfungen vor und fährt S-Bahn, wo sie mir hoffentlich mal begegnet...

KO

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